3CX V20 · Technischer Leitfaden

3CX Firewall-Ports:
die vollständige Portliste

Welche Ports müssen für eine 3CX-Anlage wirklich freigegeben werden? Eine saubere Antwort darauf sucht man im Netz vergeblich. Hier ist sie: fünf Netzpläne mit allen ein- und ausgehenden Freigaben – von On-Premise über SBC bis zur VLAN-Segmentierung.

Fünf Szenarien, fünf Regelwerke

Welche Ports müssen für eine 3CX-Anlage tatsächlich freigegeben werden? Eine saubere Antwort darauf sucht man im Netz vergeblich – die Angaben sind über Handbücher und Foren verstreut und decken Spezialfälle wie VLAN-Segmentierung gar nicht ab. Wir haben die Portfreigaben für 3CX V20 deshalb komplett aufgearbeitet: fünf Netzpläne mit allen ein- und ausgehenden Freigaben, inklusive der Regeln zwischen VLANs.

eingehend ausgehend zwischen VLANs / lokal im LAN nicht nötig / nicht möglich Warnung / Stolperfalle

Basis 3CX V20 · Beispiel-VLANs: 1 = Daten/Clients, 2 = Server/SBC, 3 = Telefonie, M = Management · Richtungen aus Sicht des Geräts, auf dem die Regel greift

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Selbst gehostete Anlage (On-Premise), flaches Netz

Die 3CX-Anlage steht im eigenen Netz und ist aus dem Internet erreichbar. Der klassische Fall – und der einzige, bei dem eingehende Portfreigaben zwingend nötig sind.

INTERNETFIRMENNETZ (LAN)PERIMETER-FIREWALLSIP-Trunk / VoIP-ProviderAmtsleitungenRemote-Apps & SBCHomeoffice, Smartphone, AußenstelleVideokonferenz-TeilnehmerBrowser, extern3CX-Cloud-DiensteAktivierung, Updates, Push, MailDNS · NTP · ggf. SMTPInfrastrukturEINGEHEND5060 UDP · 5060–5061 TCP9000–10999 UDP (RTP)EINGEHEND443 TCP (alt. 5001)5090 TCP + UDP (Tunnel)EINGEHEND443 TCP · 80 TCP (Zertifikat)AUSGEHEND443 TCP · 3478 UDP2197 + 5223 TCP (Apple Push)48000–65535 UDPAUSGEHEND53 UDP/TCP · 123 UDP5060 + 9000–10999 (Provider)■ 3CX-AnlageOn-Premise-Server · Debian 12☎ IP-TischtelefoneLOKAL – KEINE FIREWALL-REGEL5060 UDP/TCP · 5061 TLS9000–10999 UDP (RTP)443 TCP (Provisionierung)224.0.1.75:5060 (Plug & Play)▭ Arbeitsplätze · Web Client / Desktop AppLOKAL – KEINE FIREWALL-REGEL443 TCP (alt. 5001)9000–10999 UDP (WebRTC)!SIP-ALG deaktivieren. HTTPS (443) und der Tunnel-Port (5090) müssen von ANYerreichbar bleiben – Homeoffice, Hotel, unterwegs.Farbcode: ▬ eingehend (blau) ▬ ausgehend (orange) ▬ lokal im LAN (türkis)
RichtungPort(s)ZweckWann / worauf achten
eingehend 5060 UDP · 5060–5061 TCP SIP-Signalisierung vom Trunk Immer bei SIP-Trunk. Auf die IP-Bereiche des Providers einschränken.
eingehend 9000–10999 UDP RTP – die eigentlichen Sprachdaten Immer. 2 Ports je Gleichzeitiggespräch.
eingehend 443 TCP (alt. 5001) Web Client, Konsole, Presence, Provisionierung, WebRTC Immer. Muss von ANY erreichbar bleiben – Homeoffice, Hotel, unterwegs.
eingehend 5090 TCP + UDP 3CX-Tunnel für SBC, Apps, Router-Phones Sobald SBC oder Remote-Apps genutzt werden. TCP UND UDP – nur TCP gibt Einweg-Audio.
eingehend 80 TCP Let's-Encrypt-Validierung, Redirect auf HTTPS Für die automatische Zertifikatserneuerung. Nicht offiziell dokumentiert.
ausgehend 443 TCP 3CX-Cloud: Aktivierung, Updates, RPS, Mail, Push, WebMeeting Immer – Details in Diagramm 5.
ausgehend 2197 + 5223 TCP Apple APNs Push Nur wenn iOS-Apps genutzt werden.
ausgehend 48000–65535 UDP Medienstrom der Videokonferenz Nur bei Nutzung von 3CX Meet.
ausgehend 3478 UDP · 53 · 123 STUN, DNS, NTP Immer. DNS und NTP sind technisch zwingend, von 3CX aber nicht dokumentiert.
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Von 3CX gehostete Anlage + SBC am Standort

Die Anlage liegt in der 3CX-Cloud, am Standort steht ein SBC. Der große Vorteil: in der Standort-Firewall sind überhaupt keine eingehenden Freigaben nötig.

3CX-CLOUD / INTERNETSTANDORT (LAN)PERIMETER-FIREWALL☁ 3CX-Anlagevon 3CX gehostetpbx.firma.3cx.deDNS · NTP · Hersteller-RPSInfrastrukturAUSGEHEND · TELEFONE443 TCP (Provisionierung, Firmware)123 UDP · 53 UDP/TCPAUSGEHEND · SBC5090 TCP + UDP (Tunnel)443 TCP (alt. 5001)AUSGEHEND · APPS443 TCPggf. 5090 TCP + UDP☎ IP-Tischtelefone⇄ 3CX SBC · einzige NIC, gehört ins Telefon-Netz▭ Arbeitsplätze · Web Client / Desktop AppLOKAL, IM SELBEN NETZ5060 UDP (SIP zum SBC)RTP – kein dok. Portbereich224.0.1.75:5060 (Plug & Play)EINGEHEND: KEINE Portfreigaben, kein Port-ForwardingDer SBC baut die Verbindung ausschließlich nach außen auf – das ist sein Hauptzweck.!Der SBC ist KEIN Provisioning-Server: die Telefone holen ihre Konfiguration direktüber 443/TCP bei der Cloud-Anlage. Das Telefon-Netz braucht daher Internetzugang.Farbcode: ▬ ausgehend (orange) ▬ lokal im LAN (türkis) ▬ nicht nötig (grau)
RichtungPort(s)ZweckWann / worauf achten
keine / nicht nötig eingehend: KEINE Kein Port-Forwarding, keine eingehende Regel Gilt immer – der SBC baut ausschließlich nach außen auf.
ausgehend 5090 TCP + UDP 3CX-Tunnel: SIP und RTP gebündelt zur Cloud-Anlage Immer. TCP UND UDP freigeben.
ausgehend 443 TCP (alt. 5001) HTTPS zur Anlage: Provisionierung, Auth, Firmware Immer – für SBC, Telefone und Apps.
ausgehend 123 UDP · 53 UDP/TCP NTP und DNS für SBC und Telefone Immer. Ohne korrekte Zeit scheitert die TLS-Prüfung beim Provisionieren.
ausgehend 80 / 443 TCP RPS des Telefonherstellers Nur beim Erst-Provisioning fabrikneuer oder zurückgesetzter Telefone.
lokal / LAN 5060 UDP + RTP SIP und Medien zwischen Telefon und SBC Im selben Netz unkritisch. Bei VLAN-Trennung siehe Diagramm 3.
lokal / LAN 224.0.1.75 : 5060 UDP Plug & Play (SIP-Multicast, NICHT mDNS/5353) Funktioniert nur im selben Layer-2-Segment.
keine / nicht nötig 5060/5061 · 9000–10999 · 3478 Bei SBC-Einsatz bewusst geschlossen lassen SIP und RTP laufen gekapselt im Tunnel – das reduziert die Angriffsfläche erheblich.
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Cloud-Anlage + SBC bei VLAN-Segmentierung

SBC in VLAN 2, Telefone in VLAN 3, Arbeitsplätze in VLAN 1. Zusätzlich zur Perimeter-Firewall müssen jetzt auch im Layer-3-Switch bzw. der internen Firewall Ports freigegeben werden.

☁ 3CX-Anlage in der 3CX-Cloudpbx.firma.3cx.dePERIMETER-FIREWALL · eingehend: KEINE FreigabenVLAN 3 · TELEFONIE☎ IP-TischtelefoneVLAN 2 · SERVER⇄ 3CX SBCVLAN 1 · DATEN▭ Arbeitsplätze / Clients◀ L3-SWITCH ▶◀ L3-SWITCH ▶interne Freigaben:AUSGEHEND · TELEFONE443 TCP (Provisionierung)123 UDP · 53 UDP/TCPAUSGEHEND · SBC5090 TCP + UDP443 TCPAUSGEHEND · APPS443 TCPVLAN 3 → VLAN 25060 UDP (SIP zum SBC)RTP – kein dok. Bereich,prakt. dyn. UDP zur SBC-IPVLAN 2 → VLAN 35060 + ephemere UDP(nur bei statischen ACLs)VLAN 1 → VLAN 2 : KEINEApps gehen direkt in die Cloud –der SBC wird nicht gebraucht.VLAN 1 → VLAN 380 TCP – Legacy-CTI (Telefonsteuerung). Bei uaCSTA (V18/V20) NICHT nötig.!Plug & Play (SIP-Multicast 224.0.1.75:5060) istNICHT routbar und über VLAN-Grenzen von 3CX nichtunterstützt. Ersatz: DHCP Option 66, Hersteller-RPSoder SBC ins Telefon-VLAN.!3CX-Support: der SBC soll im selben Netz wie dieTelefone stehen. Diese Trennung funktioniert, ist abernicht supportet.iZusätzlich nötig: DHCP-Relay (ip helper-address) insTelefonie-VLAN für Option 66 / 132.Farbcode: ▬ ausgehend (orange) ▬ zwischen VLANs (türkis) ▬ nicht nötig / nicht möglich (grau)
RichtungPort(s)ZweckWann / worauf achten
zwischen VLANs 5060 UDP (ggf. TCP) VLAN 3 → VLAN 2: SIP zum SBC als Outbound-Proxy Immer. Der SBC lauscht standardmäßig auf 5060/UDP für lokale Endgeräte.
zwischen VLANs kein dok. Bereich – prakt. dyn. UDP VLAN 3 → VLAN 2: RTP/Medien zum SBC 3CX veröffentlicht KEINE RTP-Range für den SBC. 9000–10999 gilt für den PBX-Medienserver, nicht für den SBC. In der Praxis den dynamischen UDP-Bereich gezielt zur SBC-IP freigeben.
zwischen VLANs 5060 + ephemere UDP VLAN 2 → VLAN 3: Rückrichtung SIP/RTP Bei stateful Firewalls durch die Hinregel abgedeckt, bei statischen ACLs explizit nötig.
keine / nicht nötig 224.0.1.75 : 5060 UDP Plug & Play – nicht routbar Multicast quert keine VLAN-Grenze. 3CX bezeichnet PnP über VLANs als nicht unterstützt. Ein mDNS-Repeater hilft NICHT (der reflektiert nur 224.0.0.251:5353).
ausgehend 443 TCP VLAN 3 → Internet: Provisionierung und Firmware Zwingend. Der SBC ist kein Provisioning-Server – die Telefone holen die Config direkt bei der Cloud.
zwischen VLANs 67 / 68 UDP (DHCP-Relay) VLAN 3 → DHCP: Option 66 bzw. 132/133 Der empfohlene Ersatz für PnP. Achtung: Option 66 überschreibt PnP – nicht beides parallel.
zwischen VLANs 80 TCP VLAN 1 → VLAN 3: Legacy-CTI (Telefonsteuerung) Nur beim alten CTI-Modus. Beim modernen uaCSTA nicht nötig.
keine / nicht nötig VLAN 1 → VLAN 2: keine Apps müssen den SBC nicht erreichen Die 3CX-Apps registrieren sich direkt bei der Cloud-Anlage.
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Intern gehostete Anlage bei VLAN-Segmentierung

Die 3CX-Anlage steht im Server-VLAN, Telefone und Arbeitsplätze in eigenen VLANs. Hier ist besonders die Rückrichtung Server → Telefone wichtig, die gerne vergessen wird.

SIP-Trunk / VoIP-Provider3CX-Cloud-DiensteAktivierung · Updates · PushRemote-Apps / HomeofficePERIMETER-FIREWALLVLAN 3 · TELEFONIE☎ IP-TischtelefoneVLAN 2 · SERVER■ 3CX-Anlage (On-Premise)VLAN 1 · DATEN▭ Arbeitsplätze / ClientsVLAN M · MANAGEMENT⚙ Admin-Arbeitsplätze◀ L3-SWITCH ▶◀ L3-SWITCH ▶◀ L3-SWITCH ▶interne Freigaben:PERIMETERein: 5060/5061 · 9000–10999 · 443 · 5090aus: 443 (Cloud) · 3478 · 53 · 123VLAN 3 → VLAN 25060 UDP + TCP · 5061 TLS9000–10999 UDP (RTP)443 TCP (Provisionierung)VLAN 2 → VLAN 3 ⚠ OFT VERGESSEN5060 UDP/TCP – SIP NOTIFY:check-sync, BLF, Voicemail-LED+ RTP-Rückweg zum TelefonVLAN 1 → VLAN 2443 TCP (alt. 5001)9000–10999 UDP (WebRTC)5090 TCP+UDP (optional)VLAN M → VLAN 2443 TCP (Konsole)22 TCP (SSH, Debian)5015 TCP (nur Setup)VLAN 1 → VLAN 380 TCP – Legacy-CTI. Bei uaCSTA (V18/V20) nicht nötig.!Split-DNS ist bei V20 On-PremisePflicht: der FQDN muss in JEDEMVLAN auf die interne Server-IPzeigen – sonst NAT-Hairpin undeinseitiges Audio.!Plug & Play (224.0.1.75:5060) istnicht routbar. Ersatz: DHCP Option66 + DHCP-Relay.Farbcode: ▬ eingehend (blau) ▬ ausgehend (orange) ▬ zwischen VLANs (türkis)
RichtungPort(s)ZweckWann / worauf achten
zwischen VLANs 5060 UDP + TCP · 5061 TLS VLAN 3 → VLAN 2: SIP-Registrierung und Signalisierung Immer. TLS nur bei SIP/TLS und SRTP.
zwischen VLANs 9000–10999 UDP VLAN 3 ↔ VLAN 2: RTP zum Medienserver Immer. 3CX kennt nur EINEN Medienserver-Bereich – intern wie extern, nicht konfigurierbar. Gespräche zwischen zwei Telefonen im selben VLAN queren die Grenze nicht.
zwischen VLANs 443 TCP (alt. 5001) VLAN 3 → VLAN 2: Provisionierung, Firmware, Telefonbuch Immer. Es gibt keinen separaten Provisioning-Port – es ist der Webserver-Port der Anlage.
zwischen VLANs 5060 UDP/TCP ⚠ VLAN 2 → VLAN 3: SIP NOTIFY (check-sync, BLF, Voicemail-LED) Immer – und der häufigste Fehler. Fehlt die Regel, funktioniert Telefonieren, aber Reprovisionierung, BLF-Tasten und die Voicemail-Anzeige nicht.
zwischen VLANs 443 TCP · 9000–10999 UDP VLAN 1 → VLAN 2: Web Client / Desktop App inkl. WebRTC Immer, wenn Arbeitsplätze in einem eigenen VLAN liegen.
zwischen VLANs 22 · 443 · 5015 TCP Management-VLAN → VLAN 2: SSH, Konsole, Setup-Assistent V20 läuft nur auf Debian 12 – RDP/3389 entfällt. 5015 nur temporär beim Setup.
zwischen VLANs 53 UDP/TCP ⚠ Alle VLANs → DNS: Split-DNS Bei V20 On-Premise Pflicht. Der FQDN muss in JEDEM VLAN auf die interne Server-IP zeigen, sonst NAT-Hairpin über die Firewall und typischerweise einseitiges Audio.
zwischen VLANs 80 TCP VLAN 1 → VLAN 3: Legacy-CTI Nur beim alten CTI-Modus. 'Gleiches Subnetz' ist eine Vereinfachung – Routing plus Portfreigabe genügt.
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Ausgehende Verbindungen zu den 3CX-Cloud-Diensten

Gilt für jede selbst gehostete Anlage. Alle Ziele laufen über 443/TCP – drei davon dürfen aber nicht durch eine TLS-Inspection laufen.

■ 3CX-AnlageOn-Premise oder eigener ServerFIREWALL – AUSGEHENDactivate.3cx.comLizenzaktivierung & -prüfung443 TCP⚠ ohne SSL-Inspection freigebendiscoverv4.3cx.comDiscovery / FQDN-Auflösung443 TCP⚠ ohne SSL-Inspection freigebenpbxservicespush.3cx.comPush-Dienst der Anlage443 TCP⚠ ohne SSL-Inspection freigebendownloads-global.3cx.comUpdates, Service Packs, Firmware443 TCPrps.3cx.comRemote Provisioning der Telefone443 TCPmailproxy.3cx.comE-Mail-Versand (Voicemail u. a.)443 TCPwmr.3cx.netWebMeeting & Transkription443 TCPstun2.3cx.comSTUN – NAT-Erkennung3478 UDPApple APNsPush an iOS-Apps443 · 2197 · 5223 TCPGoogle FCMPush an Android-Apps443 TCP!Alle Cloud-Dienste laufen über 443/TCP.Drei davon dürfen NICHT durch eineTLS-Inspection (Deep Packet Inspection)laufen – sonst schlagen Aktivierung undPush fehl.
RichtungPort(s)ZweckWann / worauf achten
ausgehend activate.3cx.com : 443 Lizenzaktivierung und -prüfung Immer. ⚠ Ohne SSL-Inspection freigeben.
ausgehend discoverv4.3cx.com : 443 Discovery / FQDN-Auflösung Immer. ⚠ Ohne SSL-Inspection freigeben.
ausgehend pbxservicespush.3cx.com : 443 Push-Dienst – weckt die Smartphone-Apps Bei Nutzung der Apps. ⚠ Ohne SSL-Inspection freigeben.
ausgehend downloads-global.3cx.com : 443 Updates, Service Packs, Telefon-Firmware Immer.
ausgehend rps.3cx.com : 443 Remote Provisioning von IP-Telefonen Nur bei RPS-Provisionierung.
ausgehend mailproxy.3cx.com : 443 E-Mail-Versand (Voicemail, Systemmeldungen) Immer, wenn der 3CX-Mailproxy genutzt wird.
ausgehend wmr.3cx.net : 443 WebMeeting und Transkription Nur bei Videokonferenzen. Rückkanal der Transkription kommt von wmr-in.3cx.net (34.40.92.110).
ausgehend stun2.3cx.com : 3478 UDP STUN – NAT-Erkennung, Firewall Checker Bei Betrieb hinter NAT.
ausgehend Apple APNs : 443 · 2197 · 5223 Push an iOS-Apps Nur bei iPhone-/iPad-Apps.
ausgehend Google FCM : 443 Push an Android-Apps Nur bei Android-Apps.
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Die komplette Portliste in einer Tabelle

Alle 79 Freigaben aus den fünf Szenarien noch einmal am Stück – gruppiert nach Einsatzfall, mit Zweck, Bedingung, Gegenstelle und Verbindlichkeit. Zum Nachschlagen und Abhaken bei der Firewall-Konfiguration.

Port(s)ProtokollRichtungZweck & HinweiseGegenstelle / ZielStatus
A · EINGEHEND zur 3CX-Anlage (selbst gehostet / On-Premise / eigener Cloud-Server)
5060UDPeingehendSIP-Signalisierung: Registrierung, Anrufaufbau und -abbau (Standardport, unverschlüsselt).Immer, wenn ein SIP-Trunk oder externe Telefone direkt (ohne Tunnel/SBC) mit der Anlage sprechen. Empfehlung: auf die IP-Bereiche des SIP-Providers einschränken, um Scans/Angriffe zu vermeiden.SIP-Provider / externe TelefonePflicht
5060–5061TCPeingehendSIP über TCP (5060) bzw. SIP über TLS = verschlüsselte Signalisierung (5061).Nur wenn der Trunk oder die Endgeräte SIP über TCP bzw. SIP-TLS statt UDP nutzen. Bei reinem UDP-Trunk nicht nötig.SIP-Provider / externe TelefoneBedingt
9000–10999UDPeingehendRTP – der eigentliche Sprach- und Videostrom (Audio des Gesprächs). Pro Gleichzeitiggespräch werden 2 Ports belegt.Immer bei externem Sprachverkehr ohne 3CX-Tunnel. Der Bereich lässt sich bei wenigen Leitungen verkleinern, muss aber min. 2× die Zahl gleichzeitiger Gespräche fassen.SIP-Provider / externe TelefonePflicht
5090TCP UND UDPeingehend3CX-Tunnelprotokoll: kapselt SIP + RTP in einer einzigen Verbindung. Gegenstelle für 3CX SBCs, Apps und 'Router-Phones'.Immer, wenn 3CX SBC, Remote-Apps (Desktop/Smartphone) oder Remote-Telefone genutzt werden. WICHTIG: TCP UND UDP freigeben – nur TCP führt zu Einweg-Audio.3CX SBC / Apps (beliebige IP)Pflicht bei SBC/Apps
443 (alternativ 5001)TCPeingehendHTTPS: Web Client, Management-Konsole, Presence, Provisionierung der Endgeräte, WebRTC.Immer bei Zugriff von außen. 443 ist der Standard ab V20, 5001 der alternative/ältere HTTPS-Port. Muss von 'ANY' erreichbar sein (Homeoffice, Hotel, unterwegs) – nicht auf feste IPs einschränken.Beliebige Clients (Internet)Pflicht
443TCPeingehendVideokonferenz: externe Teilnehmer verbinden sich über den Browser zur Anlage.Nur bei Nutzung von 3CX Meet / Videokonferenzen. Identisch mit dem HTTPS-Port oben – keine zusätzliche Regel, wenn 443 bereits offen ist.Konferenzteilnehmer (Internet)Bedingt
443TCPeingehendRückkanal des 3CX-Transkriptionsdienstes zur Anlage.Nur wenn Anrufaufzeichnung mit Transkription genutzt wird. Quelle einschränkbar auf wmr-in.3cx.net (34.40.92.110).wmr-in.3cx.net (34.40.92.110)Optional
80TCPeingehendHTTP: Validierung des Let's-Encrypt-Zertifikats (ACME HTTP-01) und Weiterleitung auf HTTPS.Praxisempfehlung für die automatische Zertifikatserneuerung. Von 3CX nicht ausdrücklich als Firewall-Anforderung dokumentiert, in der Praxis aber regelmäßig nötig.Let's Encrypt / InternetEmpfohlen
5000TCPeingehendAlternativer HTTP-Port der Anlage (älterer Standard).Nur bei abweichender Portkonfiguration. Achtung laut 3CX: niemals 443 für HTTP und 80 für HTTPS vergeben – sonst arbeiten Firewalls nicht korrekt.Beliebige ClientsNur Sonderfall
5062 (in Einzelfällen 5061)TCPeingehendSIP-Signalisierung für Microsoft Teams Direct Routing.Nur bei Teams-Direct-Routing-Integration. Zusätzlich nötig: öffentlicher DNS-A-Record auf eine statische IP und ein Zertifikat einer von Microsoft anerkannten CA.Microsoft Teams / MS-CloudNur Sonderfall
5015TCPeingehendWeb-Konfigurationsassistent bei der Erstinstallation der Anlage.Nur während der Ersteinrichtung; danach wieder schließen. Nur in Community-Quellen belegt, nicht in der offiziellen Firewall-Doku.Admin-ArbeitsplatzNur bei Setup
B · AUSGEHEND von der 3CX-Anlage (selbst gehostet – Ziel: 3CX-Cloud & Provider)
443TCPausgehendLizenzaktivierung und regelmäßige Lizenzprüfung.Immer. ACHTUNG: ohne SSL-/TLS-Inspection freigeben (uninspected) – sonst schlägt die Aktivierung fehl.activate.3cx.comPflicht
443TCPausgehend3CX Discovery-Dienst (FQDN-/Instanz-Auflösung).Immer. Ebenfalls ohne SSL-Inspection freigeben.discoverv4.3cx.comPflicht
443TCPausgehendBezug von Updates, Service Packs und Telefon-Firmware.Immer, damit die Anlage aktualisiert werden kann.downloads-global.3cx.comPflicht
443TCPausgehendRPS – Remote Provisioning Service: Fernkonfiguration von IP-Telefonen über die Herstellercloud.Nur wenn Telefone per RPS außerhalb des LAN provisioniert werden.rps.3cx.comBedingt
443TCPausgehendE-Mail-Versand (Voicemail-Benachrichtigung, Systemmeldungen, Konferenzeinladungen) über den 3CX-Mailproxy.Immer, wenn der 3CX-Mailserver genutzt wird statt eines eigenen SMTP-Servers.mailproxy.3cx.comPflicht (Standard)
443TCPausgehendPush-Dienst der Anlage – weckt die Smartphone-Apps bei eingehenden Anrufen.Immer, wenn Smartphone-Apps genutzt werden. Ohne SSL-Inspection freigeben.pbxservicespush.3cx.comPflicht bei Apps
443TCPausgehendWebMeeting-/Videokonferenz-Dienst und Transkription in der 3CX-Cloud.Nur bei Nutzung von Videokonferenzen bzw. Transkription.wmr.3cx.netBedingt
443TCPausgehendPush-Benachrichtigungen an Android-Apps über Google Firebase (FCM).Nur wenn Android-Apps genutzt werden.Google FCMBedingt
443, 2197, 5223TCPausgehendPush-Benachrichtigungen an iOS-Apps über Apple APNs.Nur wenn iPhone-/iPad-Apps genutzt werden. Alle drei Ports freigeben.Apple APNsBedingt
48000–65535UDPausgehendMedienstrom (Audio/Video) der Videokonferenz zwischen Anlage/Teilnehmern und 3CX-Cloud.Nur bei Nutzung von 3CX Meet / Videokonferenzen.3CX WebMeeting-CloudBedingt
5060 (bzw. 5061 TLS)UDP / TCPausgehendSIP-Signalisierung zum VoIP-Provider (Gegenrichtung zum eingehenden Trunk).Immer bei SIP-Trunk. Bei stateful Firewalls meist durch die eingehende Regel abgedeckt, bei restriktivem Outbound-Regelwerk explizit nötig.SIP-ProviderPflicht
9000–10999UDPausgehendRTP-Sprachdaten zum VoIP-Provider.Immer bei externem Sprachverkehr; bei restriktivem Outbound-Regelwerk explizit freigeben.SIP-ProviderPflicht
3478UDPausgehendSTUN – Ermittlung der öffentlichen IP / NAT-Typ; wird u. a. vom 3CX Firewall Checker verwendet.Bei Betrieb hinter NAT und für den Firewall-Check. Standard-STUN-Server: stun2.3cx.com.stun2.3cx.comEmpfohlen
53UDP / TCPausgehendDNS – Auflösung des eigenen FQDN, der 3CX-Cloud-Dienste und des Providers.Immer. Technisch zwingend, wird von 3CX aber nicht als eigene Firewall-Anforderung dokumentiert.DNS-ServerPflicht (technisch)
123UDPausgehendNTP – Zeitsynchronisation. Falsche Systemzeit bricht TLS-Zertifikate und Lizenzprüfung.Immer. Technisch zwingend, von 3CX nicht als eigene Firewall-Anforderung dokumentiert.NTP-ServerPflicht (technisch)
25 / 587 / 465TCPausgehendSMTP direkt zu einem eigenen Mailserver (statt über mailproxy.3cx.com).Nur wenn ein eigener SMTP-Server hinterlegt ist. Port richtet sich nach dem Mailserver (25 = plain, 587 = STARTTLS, 465 = SMTPS).Eigener SMTP-ServerOptional
2528TCPausgehendAlter 3CX-SMTP-Relay-Port für den Mailversand.Nur bei Altsystemen bis V18. Ab V20 läuft der Mailversand über mailproxy.3cx.com auf Port 443 – dann nicht mehr nötig.3CX SMTP-RelayNur Altsysteme
C · STANDORT MIT 3CX SBC / TISCHTELEFONEN (Regeln in der Standort-Firewall)
KEINEeingehendAm Standort mit SBC sind KEINE eingehenden Portfreigaben und KEIN Port-Forwarding nötig.Gilt immer: der SBC baut die Verbindung ausschließlich ausgehend zur Anlage auf. Das ist der Hauptvorteil des SBC gegenüber direkt registrierten Telefonen.Hinweis
5090TCP UND UDPausgehend3CX-Tunnel vom SBC zur Anlage – transportiert SIP-Signalisierung UND RTP-Sprachdaten gebündelt.Immer, wenn ein SBC eingesetzt wird. TCP UND UDP freigeben – nur TCP führt zu Einweg-Audio.FQDN der 3CX-AnlagePflicht
443 (bzw. 5001)TCPausgehendHTTPS zur Anlage: Provisionierung des SBC und der Telefone, Authentifizierung, Firmware-Updates.Immer. Welcher Port gilt, hängt von der Instanz ab – 443 bei 3CX-gehostet, oft 5001 bei selbst gehosteten Altinstallationen. Im URL der Management-Konsole ablesbar.FQDN der 3CX-AnlagePflicht
53UDP / TCPausgehendDNS – Auflösung des FQDN der 3CX-Anlage.Immer.DNS-ServerPflicht
123UDPausgehendNTP – Zeitsynchronisation für SBC und Telefone.Empfohlen. Telefone können die Zeit alternativ per DHCP-Option beziehen.NTP-ServerEmpfohlen
80 / 443TCPausgehendRPS des Telefonherstellers (Yealink, Fanvil, Snom …) beim allerersten Provisioning.Nur bei Erst-Provisionierung fabrikneuer oder auf Werkseinstellung zurückgesetzter Telefone. Im Normalbetrieb nicht nötig.RPS-Server des HerstellersNur bei Erst-Setup
5060UDP (ggf. TCP)nur LAN-internSIP zwischen Telefon und SBC im lokalen Netz. Das Telefon nutzt die LAN-IP des SBC als Outbound-Proxy.Immer bei SBC-Einsatz. Bei SBC unter Windows muss die lokale Windows-Firewall diesen Port zulassen.Telefon → SBC (LAN)LAN-intern
224.0.1.75 : 5060UDP (Multicast)nur LAN-internPlug & Play / Autodiscovery: das Telefon sendet ein SIP-SUBSCRIBE an die Multicast-Adresse 224.0.1.75, der SBC meldet den Fund an die Anlage. 3CX nutzt für PnP KEIN mDNS/5353.Nur für Plug & Play. Funktioniert ausschließlich im selben Layer-2-Segment – nicht über VLAN-/Subnetzgrenzen (siehe Abschnitt F/G). Switch muss unbekannten Multicast fluten bzw. IGMP-Snooping passend konfiguriert sein.Telefon → 224.0.1.75 (LAN)LAN-intern
kein fester BereichUDPnur LAN-internRTP/Medien zwischen Telefon und SBC – der SBC relayt die Sprachdaten in den Tunnel.Immer bei Gesprächen. ACHTUNG: 3CX veröffentlicht für den SBC gegenüber lokalen Telefonen KEINE Portrange (9000–10999 ist die Range des PBX-Medienservers, nicht des SBC). Innerhalb eines Segments unkritisch – relevant erst bei VLAN-Trennung (Abschnitt F).Telefon ↔ SBC (LAN)LAN-intern
80TCPnur LAN-internCTI / Telefonsteuerung: Steuerung des Tischtelefons durch den 3CX-Client (Legacy-CTI per HTTP-Kommando direkt an die Telefon-IP).Nur beim alten CTI-Modus. Das moderne uaCSTA (V18/V20) steuert das Telefon über die bestehende SIP-Registrierung von der Anlage aus – dann ist keine Client→Telefon-Regel nötig.Client → Telefon (LAN)LAN-intern
D · VON 3CX GEHOSTETE INSTANZ (3CX-hosted / StartUP – Regeln in der Kundenfirewall)
KEINEeingehendBei 3CX-gehosteten Instanzen sind in der Kundenfirewall KEINE eingehenden Freigaben nötig.Gilt immer – alle Verbindungen werden vom Kundennetz aus nach außen aufgebaut. Achtung: die Spalte 'eingehend' der 3CX-Doku bezieht sich auf den Server; beim gehosteten Modell entspricht sie AUSGEHENDEN Regeln beim Kunden.Hinweis
5090TCP UND UDPausgehend3CX-Tunnel zur gehosteten Anlage – für SBC, Apps und Router-Phones.Immer, wenn SBC oder Apps im Einsatz sind.FQDN der gehosteten AnlagePflicht
443TCPausgehendHTTPS: Web Client, Provisionierung, WebRTC, Videokonferenz.Immer.FQDN der gehosteten AnlagePflicht
9000–10999UDPausgehendRTP-Sprachdaten zwischen Endgeräten/Web Client und der gehosteten Anlage.Immer, wenn Telefone oder der Web Client direkt (ohne Tunnel) mit der Anlage sprechen.FQDN/IP der gehosteten AnlagePflicht
5060 (bzw. 5061 TLS)UDP / TCPausgehendSIP-Signalisierung, wenn sich Telefone direkt bei der gehosteten Anlage registrieren.Nur wenn KEIN SBC/Tunnel genutzt wird. Mit SBC läuft alles über 5090.FQDN/IP der gehosteten AnlageBedingt
48000–65535UDPausgehendMedienstrom der Videokonferenz vom Arbeitsplatz zur 3CX-WebMeeting-Cloud.Nur bei Nutzung von Videokonferenzen aus dem Kundennetz heraus.3CX WebMeeting-CloudBedingt
E · NICHT NÖTIG bei Einsatz von 3CX SBC / Tunnel (bewusst geschlossen lassen)
5060 / 5061UDP / TCPeingehendSIP – wird bei SBC-Einsatz gekapselt im Tunnel (Port 5090) übertragen.Nicht öffnen, wenn ausschließlich der SBC/Tunnel genutzt wird. Reduziert die Angriffsfläche erheblich.Nicht nötig
9000–10999UDPeingehendRTP – wird bei SBC-Einsatz ebenfalls im Tunnel übertragen.Nicht öffnen, wenn ausschließlich der SBC/Tunnel genutzt wird.Nicht nötig
3478UDPausgehendSTUN – am SBC-Standort keine NAT-Traversal-Erkennung nötig, da nur ausgehende Verbindungen aufgebaut werden.Nicht nötig am SBC-Standort (wohl aber ggf. an der Anlage selbst).Nicht nötig
F · VLAN-SEGMENTIERUNG bei CLOUD-ANLAGE + SBC vor Ort (Regeln im Layer-3-Switch / der internen Firewall)
5060UDP (ggf. TCP)Inter-VLANSIP-Registrierung und -Signalisierung: das Telefon nutzt die LAN-IP des SBC als Outbound-Proxy.Immer, wenn Telefone und SBC in getrennten VLANs liegen. Der SBC lauscht standardmäßig auf 5060/UDP für lokale SIP-Endgeräte.VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (SBC)Pflicht
kein dokumentierter Bereich – praktisch UDP 1024–65535UDPInter-VLANRTP/Medien zwischen Telefon und SBC. Der SBC nimmt die Sprachdaten des Telefons an und leitet sie durch den Tunnel zur Cloud-Anlage.Immer bei Gesprächen. ACHTUNG: 3CX veröffentlicht KEINE RTP-Portrange für den SBC gegenüber lokalen Telefonen – die bekannten 9000–10999 gelten für den PBX-Medienserver, nicht für den SBC-Prozess vor Ort. In der Praxis den dynamischen UDP-Bereich gezielt zur SBC-IP freigeben.VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (SBC)Pflicht
5060 + ephemere UDP-PortsUDPInter-VLANRückrichtung von SIP und RTP vom SBC zum Telefon.Bei stateful Firewalls durch die Hinregel abgedeckt. Nur bei rein statischen ACLs (z. B. auf einem Layer-3-Switch ohne Session-Tracking) explizit freigeben.VLAN 2 (SBC) → VLAN 3 (Telefone)Bedingt
224.0.1.75 : 5060UDP (Multicast)Inter-VLANPlug & Play / Autodiscovery der Telefone durch den SBC (SIP-Multicast, NICHT mDNS/5353).FUNKTIONIERT NICHT über VLAN-Grenzen. Multicast ist ohne Multicast-Routing nicht routbar, ein mDNS-Repeater/Reflector hilft nicht (der reflektiert nur 224.0.0.251:5353). 3CX bezeichnet PnP über VLANs ausdrücklich als nicht unterstützt. Lösung: SBC ins Telefon-VLAN stellen ODER DHCP Option 66 / RPS / manuelle Provisioning-URL nutzen.VLAN 3 → VLAN 2 (nicht routbar)Nicht möglich
443 (alt: 5001)TCPInter-VLAN / ausgehendProvisionierung und Firmware: die Telefone holen ihre Konfiguration DIREKT bei der Cloud-Anlage – der SBC ist kein Provisioning-Server und hat keine Web-GUI.Immer. Das Telefonie-VLAN benötigt zwingend ausgehenden Internetzugang auf 443/TCP zum FQDN der Anlage – sonst provisioniert kein Telefon. Bei 3CX-Hosting ist HTTP+IP nicht möglich, nur HTTPS+FQDN.VLAN 3 (Telefone) → Internet / PBX-FQDNPflicht
53UDP / TCPInter-VLANDNS – Auflösung des PBX-FQDN durch die Telefone (bei HTTPS-Provisionierung zwingend, eine IP genügt nicht).Immer. Freigabe zum internen Resolver bzw. ins Internet.VLAN 3 → DNS-ResolverPflicht
123UDPInter-VLAN / ausgehendNTP – Zeitsynchronisation der Telefone. 3CX provisioniert per Default pool.ntp.org.Immer. Ohne korrekte Zeit scheitert die TLS-/Zertifikatsprüfung bei der Provisionierung.VLAN 3 → NTP-Server / InternetPflicht
67 / 68 (DHCP-Relay)UDPInter-VLANDHCP-Relay bzw. 'ip helper-address' im Telefonie-VLAN: Adressbezug und Übergabe von Option 66 (Provisioning-URL) bzw. Option 132/133 (VLAN-ID/Priorität).Immer, wenn der DHCP-Server nicht im Telefonie-VLAN steht. Option 66 ist bei VLAN-Trennung der empfohlene Ersatz für PnP. Achtung: Option 66 überschreibt PnP – nicht beides parallel betreiben.VLAN 3 → DHCP-ServerPflicht
80TCPInter-VLANLegacy-CTI: der 3CX-Client am Arbeitsplatz schickt HTTP-Kommandos direkt an die IP des Tischtelefons.Nur beim alten CTI-Modus. Geroutet über VLANs funktionsfähig (Routing + Portfreigabe genügen), auch wenn 3CX 'gleiches Netz' schreibt. Beim modernen uaCSTA (V18/V20) NICHT nötig – dort steuert die Anlage das Telefon über die SIP-Registrierung.VLAN 1 (Clients) → VLAN 3 (Telefone)Bedingt
KEINEInter-VLANDie 3CX Desktop-/Web-Apps müssen den SBC NICHT erreichen – sie registrieren sich direkt bei der Cloud-Anlage.Gilt immer. Der SBC ist ausschließlich für IP-Tischtelefone gedacht. Keine Freigabe Clients → SBC nötig.VLAN 1 (Clients) → VLAN 2 (SBC)Nicht nötig
80 / 443TCPInter-VLANWeboberfläche der Telefone für den administrativen Zugriff.Optional, nur wenn Admins aus dem Daten-/Management-VLAN auf die Telefon-Weboberflächen zugreifen sollen.Management-VLAN → VLAN 3 (Telefone)Optional
443 / 80TCPausgehendRPS des Telefonherstellers (Yealink/Fanvil/Snom) beim Erstboot fabrikneuer Geräte.Nur bei RPS-Provisionierung. Bei VLAN-Trennung häufig der praktikabelste Weg, weil PnP entfällt. Zieladressen der Hersteller sind von 3CX nicht dokumentiert.VLAN 3 (Telefone) → InternetNur bei Erst-Setup
G · VLAN-SEGMENTIERUNG bei INTERN GEHOSTETER 3CX-Anlage (Regeln im Layer-3-Switch / der internen Firewall)
5060UDP + TCPInter-VLANSIP-Registrierung und -Signalisierung der Tischtelefone zur Anlage.Immer. UDP ist der Default-Transport; TCP zusätzlich, wenn Telefone auf SIP/TCP konfiguriert sind.VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (3CX)Pflicht
5061TCPInter-VLANSIP über TLS – verschlüsselte Signalisierung.Nur wenn SIP/TLS und SRTP im Einsatz sind.VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (3CX)Bedingt
9000–10999UDPInter-VLANRTP/Audio zwischen Telefon und Medienserver der Anlage. 2 Ports pro Gespräch.Immer. WICHTIG: 3CX kennt nur EINEN Medienserver-Bereich – er gilt intern wie extern und ist nicht offiziell konfigurierbar. Gespräche zwischen zwei Telefonen im selben VLAN laufen direkt Endpunkt-zu-Endpunkt und queren die Grenze nicht.VLAN 3 (Telefone) ↔ VLAN 2 (3CX)Pflicht
443 (alt: 5001)TCPInter-VLANHTTPS: Provisionierung der Telefone, Firmware, Telefonbuch. Es gibt KEINEN separaten Provisioning-Port – es ist der Webserver-Port der Anlage.Immer. Welcher Port gilt, wurde bei der Installation festgelegt (443 empfohlen, 5001 als Alternative).VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (3CX)Pflicht
80 (alt: 5000)TCPInter-VLANHTTP-Provisionierung über die IP-Adresse der Anlage.Nur wenn eine HTTP-Provisioning-URL verwendet wird. Von 3CX ausschließlich für lokale Telefone in RFC1918-Netzen zugelassen – Remote-Telefone müssen HTTPS+FQDN nutzen.VLAN 3 (Telefone) → VLAN 2 (3CX)Bedingt
5060 (SIP-Port des Telefons)UDP / TCPInter-VLANGegenrichtung: die Anlage sendet SIP NOTIFY an die Telefone – 'check-sync' (Neustart/Reprovisionierung), 'ua-profile', BLF-Statusaktualisierungen und MWI (Voicemail-Lampe).Immer. Wird oft vergessen und äußert sich darin, dass Reprovisionierung, BLF-Tasten und die Voicemail-Anzeige nicht funktionieren. Der Server pusht keine Konfiguration – das Telefon holt sie nach dem NOTIFY selbst ab.VLAN 2 (3CX) → VLAN 3 (Telefone)Pflicht
RTP-Bereich des Telefons (herstellerabhängig)UDPInter-VLANRückrichtung des RTP-Stroms: die Anlage sendet aus 9000–10999 an den RTP-Port des Telefons (z. B. Yealink ~11780–11800, Snom ab 49152).Bei stateful Firewalls durch die Hinregel abgedeckt. Bei rein statischen ACLs den RTP-Bereich der eingesetzten Telefone im Handbuch nachschlagen und freigeben.VLAN 2 (3CX) → VLAN 3 (Telefone)Bedingt
443 (alt: 5001)TCPInter-VLANWeb Client und Desktop App: HTTPS + WebSocket, Anmeldung, Presence, Client-Updates.Immer, wenn Arbeitsplätze in einem eigenen VLAN liegen.VLAN 1 (Clients) → VLAN 2 (3CX)Pflicht
9000–10999UDPInter-VLANWebRTC-Medien des Softphones im Web Client / in der Desktop App.Immer, wenn die Clients im Softphone-Modus telefonieren. (Der WebRTC-Anteil liegt praktisch im Teilbereich 10500–10999 – nicht offiziell dokumentiert, nicht als Filterkriterium verwenden.)VLAN 1 (Clients) → VLAN 2 (3CX)Pflicht
5090TCP + UDPInter-VLAN3CX-Tunnel – wird intern normalerweise nicht benötigt, da der Web Client WebRTC über 443 nutzt.Optional. 3CX äußert sich nicht dazu, ob 5090 intern gebraucht wird. Die Freigabe ist unschädlich und erspart Fehlersuche, falls ein Client in den Tunnel-Modus fällt.VLAN 1 (Clients) → VLAN 2 (3CX)Optional
80TCPInter-VLANLegacy-CTI: der 3CX-Client schickt HTTP-Kommandos direkt an die IP des Tischtelefons.Nur beim alten CTI-Modus. Geroutet über VLANs funktionsfähig. Beim modernen uaCSTA nicht nötig – dort läuft die Steuerung über die SIP-Registrierung von der Anlage aus.VLAN 1 (Clients) → VLAN 3 (Telefone)Bedingt
224.0.1.75 : 5060UDP (Multicast)Inter-VLANPlug & Play / Autodiscovery der Telefone durch die Anlage (SIP-Multicast, NICHT mDNS/5353).FUNKTIONIERT NICHT über VLAN-Grenzen – 3CX nennt 'Telefon und Anlage im selben lokalen Subnetz' als PnP-Voraussetzung und rät von PnP über VLANs ausdrücklich ab. Ersatz: DHCP Option 66, manuelle Provisioning-URL, RPS oder ein SBC im Telefonie-VLAN.VLAN 3 → VLAN 2 (nicht routbar)Nicht möglich
53UDP / TCPInter-VLANDNS – und zwar zwingend mit SPLIT-DNS: der FQDN der Anlage muss in JEDEM VLAN auf die interne Server-IP auflösen.Immer. Löst ein VLAN den FQDN auf die öffentliche IP auf, trägt die Anlage die öffentliche IP ins SDP ein und der Sprachverkehr läuft per NAT-Hairpin über die Firewall – typische Folge: einseitiges Audio. 3CX V20 setzt Split-DNS On-Premise zwingend voraus.Alle VLANs → DNS-ResolverPflicht
123UDPInter-VLANNTP – Zeitsynchronisation von Telefonen und Clients.Immer. Falsche Zeit führt zu Zertifikatsfehlern und falschen Anrufzeiten.VLAN 1 + VLAN 3 → NTP-ServerPflicht
67 / 68 (DHCP-Relay)UDPInter-VLANDHCP-Relay bzw. 'ip helper-address' im Telefonie-VLAN – Adressvergabe und Option 66 (Provisioning-URL) bzw. 132/133 (VLAN-ID/Priorität).Immer, wenn der DHCP-Server nicht im Telefonie-VLAN steht. Option 66 ist bei VLAN-Trennung der empfohlene Ersatz für PnP.VLAN 3 → DHCP-ServerPflicht
443 (alt: 5001)TCPInter-VLANZugriff auf die Management-Konsole der Anlage.Immer, wenn Administration aus einem Management-VLAN erfolgt.Management-VLAN → VLAN 2 (3CX)Pflicht
22TCPInter-VLANSSH – Administration des Debian-Betriebssystems (V20 läuft ausschließlich auf Debian 12; RDP/3389 entfällt, Windows wird nicht mehr unterstützt).Optional, für OS-Administration. Von 3CX nicht in einer Portliste dokumentiert. Zugriff möglichst auf das Management-VLAN begrenzen.Management-VLAN → VLAN 2 (3CX)Optional
5015TCPInter-VLANWeb-Konfigurationsassistent bei der Erstinstallation.Nur temporär während der Ersteinrichtung, danach wieder sperren.Management-VLAN → VLAN 2 (3CX)Nur bei Setup
80 / 443TCPInter-VLANWeboberfläche der Telefone für den administrativen Zugriff. Die Anlage selbst greift NICHT darauf zu – der Link öffnet sich im Browser des Admins.Optional, nur für administrativen Zugriff aus dem Management-/Daten-VLAN.Management-VLAN → VLAN 3 (Telefone)Optional
443TCPausgehendAusgehende Verbindungen der Anlage zu den 3CX-Cloud-Diensten (siehe Abschnitt B) – vom Server-VLAN ins Internet.Immer. Bei segmentierten Netzen daran denken, dass auch das Server-VLAN einen Weg ins Internet braucht.VLAN 2 (3CX) → InternetPflicht

Stolperfallen & Best Practice

SIP-ALG deaktivieren

Der „SIP Helper“ in Router und Firewall manipuliert SIP-Pakete und ist die häufigste Ursache für Einweg-Audio und abbrechende Gespräche. In jedem Szenario abschalten.

Port 5090 immer TCP und UDP

Nur TCP freigegeben? Dann kommt der Tunnel zustande, das Audio läuft aber nur in eine Richtung. Immer beide Protokolle freigeben.

SSL-Inspection ausnehmen

activate.3cx.com, discoverv4.3cx.com und pbxservicespush.3cx.com müssen uninspected passieren – TLS-Aufbrechen lässt Aktivierung und Push fehlschlagen.

443 und 5090 von ANY erreichbar lassen

Mitarbeiter verbinden sich aus Homeoffice, Hotel und Mobilfunknetz. Nur die SIP-Ports (5060/5061) lassen sich sinnvoll auf die IPs des Providers einschränken.

RTP-Bereich richtig dimensionieren

Pro gleichzeitigem Gespräch werden 2 UDP-Ports belegt. Der Standardbereich 9000–10999 deckt bis zu 1.000 Gespräche ab.

SBC spart Portfreigaben

Mit einem 3CX SBC am Standort entfallen sämtliche eingehenden Freigaben: SIP und RTP laufen gekapselt über den ausgehenden Tunnel auf Port 5090.

Bei gehosteten Anlagen umdenken

Die 3CX-Doku listet Ports aus Sicht des Servers. Bei einer von 3CX gehosteten Anlage werden daraus in Ihrer Firewall ausgehende Regeln – eingehend ist nichts nötig.

Firewall Checker nutzen

Nach der Konfiguration den 3CX Firewall Checker laufen lassen: Er prüft die Anlagen-Seite und meldet fehlende Freigaben und aktives SIP-ALG.

Plug & Play endet an der VLAN-Grenze

3CX nutzt für die Telefonerkennung SIP-Multicast (224.0.1.75:5060) – kein mDNS. Multicast ist nicht routbar: Bei VLAN-Trennung stattdessen DHCP Option 66 oder RPS provisionieren.

Keine Lust auf Firewall-Regeln?

Verständlich. Wir konfigurieren Firewall und Anlage in einem Zug – inklusive SIP-ALG-Kontrolle, Firewall-Checker-Lauf und sauberer Dokumentation der Regeln. Als WatchGuard- und 3CX-Partner kennen wir beide Seiten. Sprechen Sie uns an.

3CX Ports & Firewall – kurz beantwortet

Welche Ports müssen für eine 3CX-Anlage freigegeben werden?

Bei einer selbst gehosteten Anlage eingehend: 5060/UDP (SIP), 5061/TCP (SIP-TLS), 9000–10999/UDP (RTP-Sprachdaten), 5090/TCP+UDP (3CX-Tunnel für Apps und SBC) und 443/TCP (HTTPS, Web Client, Provisionierung). Dazu kommen ausgehende Freigaben zu den 3CX-Cloud-Diensten. Die vollständige Liste nach Szenario finden Sie oben im Technikbereich.

Welche Ports braucht der 3CX SBC am Standort?

Nur ausgehende: 5090/TCP+UDP (Tunnel zur Anlage), 443/TCP (Provisionierung) sowie DNS und NTP. Eingehende Freigaben oder Port-Weiterleitungen sind am SBC-Standort nicht nötig – der SBC baut alle Verbindungen selbst nach außen auf.

Welche Ports müssen bei einer von 3CX gehosteten Anlage freigegeben werden?

In der Kundenfirewall ausschließlich ausgehende Regeln: 5090/TCP+UDP, 443/TCP, 9000–10999/UDP und – ohne SBC – 5060/UDP zum FQDN der Anlage. Eingehend muss nichts geöffnet werden.

Warum hört mich mein Gesprächspartner nicht (Einweg-Audio)?

Die beiden häufigsten Ursachen: SIP-ALG ist im Router oder in der Firewall noch aktiv, oder Port 5090 wurde nur für TCP statt für TCP und UDP freigegeben. Danach den 3CX Firewall Checker laufen lassen.

Funktioniert 3CX Plug & Play über VLAN-Grenzen hinweg?

Nein. Die Telefonerkennung nutzt SIP-Multicast an 224.0.1.75:5060, und Multicast ist ohne Multicast-Routing nicht routbar. In segmentierten Netzen provisionieren Sie stattdessen über DHCP Option 66, den RPS des Telefonherstellers – oder stellen den SBC ins Telefonie-VLAN.

Hat sich die Portliste mit 3CX V20 geändert?

Nein. Zwischen V18 und V20 sind keine Änderungen an den Firewall-Ports dokumentiert; der RTP-Bereich bleibt 9000–10999/UDP. Neu ist lediglich, dass 443 statt 5001 der Standard-HTTPS-Port ist.

3CX vom Partner, der beide Seiten kennt

Als 3CX- und WatchGuard-Partner konfigurieren wir Anlage und Firewall in einem Zug – sauber dokumentiert und mit dem Firewall Checker verifiziert.